Auf meinen Streifzügen durch's Netz habe ich wieder einige interessante Dinge entdeckt.
Auf meiner immerwährenden Suche nach guter Literaturverwaltungssoftware im Netz bin ich auf eine neue Erweiterung für Firefox gestoßen. Zotero fügt sich nach der Installation in die Statusleiste ein und kann mit Linksklick aufgerufen werden. Das Add-On kann Angaben zu Literatur direkt aus Webseiten extrahieren. Wahrscheinlich nicht bei allen Seiten, aber ein schneller Test bei Amazon.de verlief fehlerlos. Zotero legt automatisch Einträge für Autor, Titel, ISBN etc. an und speichert die Daten in einer Ordnerstruktur. Zu jedem Eintrag können zusätzlich Notizen, Dokumente Bilder etc. hinzugefügt werden. Sehr interessant! Fragt sich nur, wie man bei mehreren Rechnern seine Einträge synchron hält.
Dabei viel mir gleich wieder die Firefox-Erweiterung Picker von Citavi ein, die ich selbst noch nicht ausprobiert habe. Klingt jedenfalls recht nützlich, und es gibt sogar schon einige Erweiterungen. Endlich kommt mal ein bisschen Bewegung in die Szene, die das potential der Informationsvernetzung jenseits von OPACs bis jetzt kaum ausgelotet hat. Desweiteren bin ich noch auf zwei nützliche Websites zum Thema gestoßen. In der englischsprachigen Wikipedia findet sich eine Seite mit einem detaillierten Vergleich von Literaturverwaltungssoftware, der laufend aktualisiert wird. Einen ähnlichen Vergleich, aber spezialisiert auf FOSS, hat S. M. Mahbub Murshed in seinem Blog veröffentlicht.
Ein Fund anderer Art ist Ning. Nachdem Dapper und Pipes die Web 2.0 Möglichkeiten schon erweitert haben, ist jetzt mit Ning ein weiterer Newcomer auf dem Markt, der es ermöglicht, gleich ganze "Social Networks for Anything" zu erstellen. Es wirkt etwas wie mySpace on Speed. Im Gegensatz zu mySpace erstellt man hier nicht eine Homepage, sondern gleich ein ganzes Portal, an dem mehrere Leute mitarbeiten können. Neben den üblichem Gimmicks wie das einfache Einbinden von Fotos, Videos und Musik bietet Ning die Einbindung und Generierung von RSS-Feeds und bringt gleich eine ganze Community-Verwaltung mit Rechtemanagement, persönlichen Profilen und weiteren Möglichkeiten an.
Und die Überleitung zum ersten Thema: mit Library 2.0 gehörten Bibliothekare zu den ersten Anwendern. Inzwischen hat sich dazu sogar ein deutsches Äquivalent gebildet, das auf den "schönen" Namen Bibliothek 2.0 hört.